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Nachhaltig handeln

02.04.2026

Ehrenamtliche aus dem Borkener Repair-Café und der Wahlpflichtkurs Naturwissenschaft/Recycling der Jodocus-Nünning-Gesamtschule. Foto: DRK

Ehrenamtliche aus dem Borkener Repair-Café und der Wahlpflichtkurs Naturwissenschaft/Recycling der Jodocus-Nünning-Gesamtschule. Foto: DRK

© Horst Andresen

Gemen. Ein besonderer Unterrichtstag sorgte an der Jodocus-Nünning-Gesamtschule (JNG) in Gemen für Begeisterung: Ehrenamtliche aus dem Repair-Café des Roten Kreuzes im Kreis Borken und der Freiwilligenagentur Borken waren zu Gast, um gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern Elektrogeräte zu reparieren – ganz im Sinne von Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung.

„Unser Wahlpflichtkurs Naturwissenschaft/Recycling war von Anfang an unglaublich motiviert“, berichtet Lehrerin Daniela Kasche. Fünf Reparateure rund um Hans Zaksek rückten mit Werkzeugkoffern und technischen Geräten in den Technikraum der Schule an. Dort erklärten sie den Jugendlichen, wie defekte Alltagsgeräte wieder zum Laufen gebracht werden können, anstatt sie vorschnell zu entsorgen.

Der Praxistag fand im Rahmen des bundesweiten E-Waste-Race statt, an dem die JNG zum ersten Mal teilnimmt. Ziel des Wettbewerbs ist es, alte Elektrogeräte zu sammeln und sie dem Recycling zuzuführen, statt sie im Hausmüll zu entsorgen. Zehn Schulen aus dem Kreis Borken machen mit – die Gewinnerklasse darf sich auf einen gemeinsamen Ausflug freuen.

Vor der Schule stehen deshalb Sammelcontainer, in die die Geräte nach Registrierung eingeworfen werden können. „Und ein Projekttag wie mit dem Repair-Café bringt natürlich zusätzliche Punkte für die Gesamtwertung“, erklärt Kasche. Gemeinsam mit den Ehrenamtlichen nahmen die Schülerinnen und Schüler unter anderem Staubsauger, Handys, Bügeleisen und einen Elektrogrill unter die Lupe – manche Geräte konnten tatsächlich wieder zum Leben erweckt werden. Oft reiche schon eine gründliche Reinigung, um Staubsauger oder Kleingeräte wieder funktionstüchtig zu machen, berichteten die Reparateure. „Wir zeigen den Jugendlichen, wie einfach manches Problem zu lösen ist – und warum Reparieren Freude macht“, sagt Zaksek.

Das Repair-Café Borken ist regelmäßig aktiv: Mehr als 30 Freiwillige engagieren sich dort – mit einer beeindruckenden Erfolgsquote. Rund 75 bis 80 Prozent der mitgebrachten Geräte können wieder instandgesetzt werden. Treffpunkt ist jeweils am ersten Freitag im Monat von 15 bis 18 Uhr im Rotkreuz-Zentrum an der Röntgenstraße 6 in Borken. Nächster Termin ist am 10. April. Weitere Informationen gibt es unter www.drkborken.de.

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